Datenbank des MikAlp Projekts

Schulungen und Fortbildungen

Weiterbildung für Unternehmen zum Verständnis und Umgang mit Mikroplastik

Wir arbeiten Schulungsunterlagen und Fortbildungen für Ihr Unternehmen aus
Die regulatorische Situation wird immer konkreter. Neben der REACH-Beschränkung für absichtlich zugesetzte synthetische Polymermikropartikel gibt es inzwischen auch Anforderungen zur Emissionsberichterstattung und neue Regelungen zu Kunststoffpellets. ECHA. Unternehmen sehen sich zunehmend mit den Fragen konfrontiert:

Was ist Mikroplastik?
Wo entsteht es?
Warum ist es relevant?
Wie wird es reguliert?
Wie kann ein Unternehmen Betroffenheit und Emissionen feststellen?
Wie wird Mikroplastik analytisch nachgewiesen?
Was kann das Unternehmen konkret tun?

Die MikAlp Datenbank bietet Ihnen bereits Informationen und Anhaltspunkte zu konkreten Themen um die Mikroplastik-Problematik, der regulatorischen Situation und zahlreiche weiterführende Links. Wollen Sie tiefer in das Thema Mikro- und Nanoplastik einsteigen oder benötigen Sie Informationen, Schulungen, Fortbildungen für Ihr Unternehmen, dann kontaktieren Sie uns und fragen Sie nach individuell auf Ihre Bedürfnisse zugeschnittene Inhalte.

Schulung Mikroplastik für Unternehmen

Gliederung


Teil A: Grundlagen

1. Einführung und Lernziele
• 1.1 Warum Mikroplastik für Unternehmen relevant ist (Recht, Reputation, Kunden, Lieferkette)
• 1.2 Ziele und Zielgruppen der Schulung
• 1.3 Aufbau und Nutzung der Unterlagen
2. Was ist Mikroplastik?
• 2.1 Definitionen und Größenklassen (Makro-, Mikro-, Nanoplastik)
• 2.2 Primäres Mikroplastik (gezielt zugesetzt, z. B. Kosmetik, Reinigungsmittel, Granulate)
• 2.3 Sekundäres Mikroplastik (Zerfall, Abrieb, Verwitterung)
• 2.4 Abgrenzung: Kunststoffe, Polymere, Fasern, lösliche und abbaubare Polymere
• 2.5 Typische Polymerarten (PE, PP, PET, PS, PA, Synthetikfasern)
3. Quellen und Eintragspfade
• 3.1 Die wichtigsten Quellen (Reifenabrieb, Textilien, Kunststoffgranulat, Farben und Beschichtungen, Kosmetik, Landwirtschaft, Bau, Abfall)
• 3.2 Eintragspfade in Luft, Wasser und Boden (Abwasser, Klärschlamm, Straßenabfluss, Wind)
• 3.3 Zahlen und Größenordnungen im Überblick
• 3.4 Branchenspezifische Quellenübersicht
4. Auswirkungen auf Umwelt und Gesundheit
• 4.1 Auswirkungen auf Gewässer, Böden und Ökosysteme
• 4.2 Anreicherung in der Nahrungskette
• 4.3 Stand der Forschung zur Gesundheit des Menschen
• 4.4 Unsicherheiten und offene Forschungsfragen (sachlich einordnen, nicht dramatisieren)

Teil B: Rahmenbedingungen für Unternehmen

5. Rechtlicher und regulatorischer Rahmen
• 5.1 EU-Beschränkung für absichtlich zugesetztes Mikroplastik (REACH) und Übergangsfristen
• 5.2 EU-Regelungen zu Kunststoffgranulat (Pellet Losses)
• 5.3 Weitere relevante Vorgaben (Verpackungs-, Abfall-, Abwasser-, Produktrecht, Einwegkunststoffe)
• 5.4 Nationale Regelungen (Österreich, Deutschland und andere Märkte)
• 5.5 Berichts- und Dokumentationspflichten (z. B. Nachhaltigkeitsberichterstattung, Lieferkettenanforderungen)
• 5.6 Zukünftige Entwicklungen und wie man sie beobachtet
6. Normen, Standards und Labels
• 6.1 Relevante Normen und Prüfverfahren
• 6.2 Branchenstandards und freiwillige Initiativen
• 6.3 Siegel und Zertifizierungen
• 6.4 Umgang mit Begriffen wie „mikroplastikfrei” (Greenwashing-Risiken)
7. Betroffenheit und Risikoanalyse im eigenen Unternehmen
• 7.1 Wo kommt in unserem Unternehmen Mikroplastik vor oder entsteht es? (Produkte, Prozesse, Verpackung, Logistik)
• 7.2 Stoffstrom- und Quellenanalyse Schritt für Schritt
• 7.3 Bewertung von Risiken (rechtlich, finanziell, reputationsbezogen, operativ)
• 7.4 Priorisierung: Wesentlichkeit und Hebelwirkung
• 7.5 Arbeitsvorlage: Checkliste zur Bestandsaufnahme

Teil C: Praxis nach Branchen

8. Branchenmodule
• 8.1 Kosmetik und Körperpflege
• 8.2 Wasch- und Reinigungsmittel
• 8.3 Textil und Bekleidung
• 8.4 Kunststoffherstellung und -verarbeitung (Granulatverluste)
• 8.5 Verpackung, Handel und Logistik
• 8.6 Automobil, Reifen und Verkehr
• 8.7 Bau, Farben, Lacke und Beschichtungen
• 8.8 Landwirtschaft, Lebensmittel und Getränke
• 8.9 Abwasser- und Abfallwirtschaft
(Hinweis: Je nach Teilnehmerkreis werden nur die passenden Module durchgeführt.)
9. Messen und Analysieren
• 9.1 Probenahme und Analysemethoden (Spektroskopie, Mikroskopie, Pyrolyse-GC/MS, FFF)
• 9.2 Grenzen und Vergleichbarkeit der Messverfahren
• 9.3 Interne Überwachung und Auswahl von Laboren
• 9.4 Datenqualität und Interpretation von Ergebnissen

Teil D: Handlungsstrategien

10. Vermeidung und Reduktion
• 10.1 Der Hierarchie-Ansatz: vermeiden, verringern, ersetzen, abfangen
• 10.2 Produktdesign und Materialsubstitution
• 10.3 Prozessoptimierung (Granulathandling, Abrieb, Filtertechnik)
• 10.4 Abwasserbehandlung und Rückhaltetechnologien (z. B. Waschmaschinenfilter, Kläranlagen)
• 10.5 Lagerung, Transport und Verladung (Verlustvermeidung)
• 10.6 Praxisbeispiele und gute Beispiele aus Unternehmen
11. Lieferkette und Beschaffung
• 11.1 Anforderungen an Lieferanten
• 11.2 Spezifikationen, Erklärungen und Nachweise
• 11.3 Audits und Kontrollen
• 11.4 Vertragsgestaltung
12. Management und Organisation
• 12.1 Verantwortlichkeiten und Governance
• 12.2 Integration in Umwelt-, Qualitäts- und Nachhaltigkeitsmanagement (z. B. ISO 14001)
• 12.3 Ziele, Kennzahlen und Monitoring
• 12.4 Notfall- und Störfallmanagement (z. B. Granulatunfall)
• 12.5 Schulung und Sensibilisierung der Mitarbeitenden
13. Kommunikation
• 13.1 Interne Kommunikation
• 13.2 Externe Kommunikation und Kundenanfragen
• 13.3 Glaubwürdige Nachhaltigkeitskommunikation ohne Greenwashing
• 13.4 Umgang mit Medien- und NGO-Anfragen

Teil E: Abschluss und Transfer

14. Zusammenfassung und Ausblick
• 14.1 Die wichtigsten Erkenntnisse
• 14.2 Trends (Regulierung, Technologie, Forschung, Kreislaufwirtschaft)
• 14.3 Aktionsplan für das eigene Unternehmen (Vorlage)
15. Wissenscheck und Praxisübungen
• 15.1 Quizfragen zu den Kapiteln
• 15.2 Fallstudien und Gruppenübungen
• 15.3 Workshop: Eigene Quellenanalyse durchführen

Anhang
• A. Glossar
• B. Checklisten und Vorlagen (Bestandsaufnahme, Lieferantenfragebogen, Maßnahmenplan)
• C. Rechtstexte und Linkverzeichnis
• D. Literatur- und Quellenverzeichnis
• E. Kontakte, Behörden und Beratungsstellen

Anmerkungen zum Aufbau
• Modular: Teil A und B sind für alle gedacht. Teil C und D können je nach Branche und Rolle ausgewählt werden, etwa als Kurzversion (ca. 2 Stunden: Kapitel 1–3, 5, 7, 14) oder Vollversion (1–2 Tage).
• Rechtliche Details: Die Fristen und Inhalte in Kapitel 5 ändern sich laufend. Sie werden vor der Fertigstellung gegen aktuelle Quellen geprüft.

Copyright © 2026 The MikAlp Consortium