Datenbank des MikAlp Projekts
Schulungen und Fortbildungen
Bildungsunterlagen für Schulen und Univeritäten zum Verständnis von Mikroplastik
Wir arbeiten Bildungsunterlagen und Workshops für Bildungseinrichtungen wie Schulen und Universitäten aus.
Das Verständnis von Mikro- und Nanoplastik wird zunehmend zu einem wichtigen Bestandteil der modernen Gesellschaft. Lernende sollen Mikroplastik verstehen, im Alltag erkennen, seine Entstehung nachvollziehen, wissenschaftliche Aussagen kritisch beurteilen und eigene Handlungsmöglichkeiten entwickeln. Neugier wecken, Wissen aufbauen, selbst untersuchen, bewerten und Handlungsoptionen entwickeln, das sind die entscheidenden Fragen:
Mikroplastik – was geht mich das an?
Ist Mikroplastik in unserem Alltag von Bedeutung?
Was wisst ihr bereits über Mikroplastik?
Was ist eigentlich Kunststoff?
Was passiert mit Mikroplastik in der Umwelt?
Was bedeutet „Mikroplastik in unserem Körper“?
Wie muss ich mit Informationen aus Presse und Wissenschaft umgehen?
Die MikAlp Datenbank bietet Ihnen bereits Informationen und Anhaltspunkte zu konkreten Themen um die Mikroplastik-Problematik, mit zahlreichen weiterführenden Links. Wollen Sie tiefer in das Thema Mikro- und Nanoplastik einsteigen oder benötigen Sie Informationen, Schulungen, Fortbildungen für Ihren Unterricht, dann kontaktieren Sie uns und fragen Sie nach individuell auf Ihre Bedürfnisse zugeschnittene Inhalte.
Unterlagen zu Mikroplastik für Bildungseinrichtungen
Gliederung
Teil A: Einstieg
1. Mikroplastik: Was geht mich das an?
• 1.1 Einstiegsaktivität: Wo steckt Kunststoff in meinem Alltag? (Tagesablauf-Check)
• 1.2 Vorwissen und Vermutungen sammeln (Mindmap, Abstimmung, offene Fragen der Klasse)
• 1.3 Lernziele und Überblick über die Unterrichtseinheit
Teil B: Grundlagen verstehen
2. Kunststoffe – kurz erklärt
• 2.1 Was sind Kunststoffe und Polymere?
• 2.2 Wichtige Kunststoffarten und ihre Verwendung (PE, PP, PET, PS, PA)
• 2.3 Warum Kunststoff so langlebig ist (und warum das zum Problem wird)
• 2.4 Von der Produktion zum Abfall: der Lebenszyklus
3. Was ist Mikroplastik?
• 3.1 Definition und Größenordnungen (Makro-, Mikro-, Nanoplastik; Größenvergleiche anschaulich)
• 3.2 Primäres Mikroplastik (gezielt hergestellt, z. B. in Kosmetik, Granulate)
• 3.3 Sekundäres Mikroplastik (Zerfall und Abrieb größerer Teile)
• 3.4 Was zählt nicht dazu? Abgrenzungen und häufige Missverständnisse
4. Woher kommt Mikroplastik?
• 4.1 Die wichtigsten Quellen (Reifenabrieb, Textilfasern, Verpackungen, Kosmetik, Farben, Kunstrasen, Fischerei)
• 4.2 Wege in die Umwelt (Abwasser, Straße, Wind, Landwirtschaft, Klärschlamm)
• 4.3 Was in Mikroplastik alles enthalten sein kann (Zusatzstoffe, anhaftende Schadstoffe)
• 4.4 Quellen im regionalen Kontext (z. B. Flüsse, Seen, Gebirge, Städte)
5. Wo ist Mikroplastik überall?
• 5.1 Gewässer: Flüsse, Seen, Meere
• 5.2 Boden und Landwirtschaft
• 5.3 Luft und Schnee, auch in abgelegenen Regionen
• 5.4 Lebewesen und Nahrungskette
• 5.5 Lebensmittel, Trinkwasser und der menschliche Körper
Teil C: Auswirkungen und Bewertung
6. Folgen für Umwelt und Gesundheit
• 6.1 Wirkungen auf Tiere, Pflanzen und Ökosysteme
• 6.2 Was die Forschung zur Gesundheit des Menschen weiß und was nicht
• 6.3 Umgang mit Unsicherheit: wie Wissenschaft arbeitet
• 6.4 Quellenkritik: Wie erkenne ich seriöse Informationen? (Schlagzeilen vs. Studien)
7. Wie messen wir Mikroplastik?
• 7.1 Probenahme: Wie kommt man zu einer Probe?
• 7.2 Nachweis- und Analyseverfahren im Überblick (Sichten, Mikroskopie, Spektroskopie)
• 7.3 Warum Ergebnisse oft schwer vergleichbar sind
• 7.4 Grenzen der Messung und offene Forschungsfragen
Teil D: Selbst aktiv werden
8. Praxis: Experimente und Untersuchungen
• 8.1 Sicherheits- und Hygienehinweise (Kontaminationsvermeidung)
• 8.2 Experiment 1: Fasern aus der Waschmaschine auffangen und auswerten
• 8.3 Experiment 2: Dichtetrennung (Schwimmen und Sinken von Kunststoffen)
• 8.4 Experiment 3: Mikroplastik in Kosmetik- und Pflegeprodukten nachweisen
• 8.5 Experiment 4: Sedimentprobe aus einem Gewässer sieben und sortieren
• 8.6 Auswertung, Dokumentation und Fehlerquellen
• 8.7 Alternativ: Citizen-Science-Projekte und Exkursionen (Kläranlage, Gewässer, Labor)
9. Daten auswerten und darstellen
• 9.1 Eigene Messdaten erfassen und in Diagrammen darstellen
• 9.2 Daten aus Studien lesen und interpretieren
• 9.3 Statistik und Größenordnungen (z. B. Fasern pro Waschgang)
Teil E: Lösungen und Verantwortung
10. Was kann man dagegen tun?
• 10.1 Persönliches Verhalten (Konsum, Kleidung, Kosmetik, Waschen, Abfall)
• 10.2 Technische Lösungen (Filter, Kläranlagen, Materialentwicklung)
• 10.3 Rolle von Unternehmen und Produktdesign
• 10.4 Politik und Gesetzgebung (EU-Regelungen, Verbote, Verbraucherschutz)
• 10.5 Chancen und Grenzen jeder Maßnahme
11. Diskussion und Bewertung
• 11.1 Debatte: Verbot oder Eigenverantwortung?
• 11.2 Rollenspiel: Interessengruppen (Industrie, Umweltverband, Politik, Konsumenten, Wissenschaft)
• 11.3 Fallbeispiele: Mikroplastik in Kosmetik, Reifenabrieb, Kunstrasen
• 11.4 Eigene Haltung begründen und Argumente abwägen
12. Berufs- und Lebensbezug
• 12.1 Mikroplastik in verschiedenen Berufsfeldern (z. B. Chemie, Labor, Handwerk, Textil, Gastronomie, Landwirtschaft, Kfz-Technik)
• 12.2 Was können Berufstätige konkret tun?
• 12.3 Berufe rund um Umweltschutz und Analytik
Teil F: Abschluss
13. Zusammenfassung und Transfer
• 13.1 Die wichtigsten Erkenntnisse im Überblick
• 13.2 Projektarbeit: Kampagne, Poster, Kurzvideo, Präsentation
• 13.3 Reflexion: Was habe ich gelernt, was ändere ich?
14. Lernerfolg überprüfen
• 14.1 Quiz und Wissenscheck
• 14.2 Aufgaben auf mehreren Niveaustufen
• 14.3 Bewertungsraster für Projekt und Präsentation
Anhang
• A. Glossar (verständlich formuliert)
• B. Arbeitsblätter und Kopiervorlagen
• C. Lösungen und Hinweise für Lehrkräfte
• D. Materialliste für die Experimente
• E. Weiterführende Links, Filme und Studien
• F. Quellenverzeichnis
Hinweise zum Einsatz
• Flexible Längen: Eine Kurzfassung (2–3 Unterrichtseinheiten) könnte aus den Kapiteln 1, 3–5, 8 (ein Experiment) und 10 bestehen. Eine Langfassung (Projektwoche) umfasst alles inklusive Exkursion und Projektarbeit.
• Unterschiede der Zielgruppen: Für Ausbildungszentren werden Kapitel 12 (Berufsbezug) und die Praxisexperimente stärker gewichtet. Für die Oberstufe in der Schule eher Kapitel 6, 7 und 9 (Wissenschaft, Messmethoden, Daten).
• Praxisorientiert: Mit Experimenten, Diskussion und Projektarbeit statt reiner Wissensvermittlung bleibt es für junge Erwachsene greifbar.